Sind wir nicht alle ein bisschen blau?
Derzeit läuft (meiner Meinung nach seit langem) mal wieder ein richtiger Kracher im Kino!
Die Rede ist von “Avatar“.
Neuste Kinotechnik, noch realer vermischt mit unseren Computern…
Auch ich war einer derjenigen, der mit dieser wunderhübschen, designtechnisch gelungenen 3D-Brille im Kino saß und mir dieses Meisterwerk angesehen habe.
Wenn man zum ersten mal den Namen hört denkt man erstmal an, wie soll es auch anders sein, Computer.
Jeder kennt diese tollen kleinen Bilder die man sich in einem Forum, oder heutzutage auch bei einem Blog aussucht um seine Persönlichkeit darzustellen.
Ok, manche verstehen das nicht so wirklich und präsentieren lieber ihren Hund, die Kaffeetasse oder vielleicht doch ein Bild des liebsten Schauspielers. Gerade in der Altersklasse zwischen 12 und 15 scheint es im Trend zu sein, sein Idol abzubilden. (Wer hat mir da nochmal erzählt das dort so nen schnöder aalglatter Vampirschönling auf der Favoritenliste ganz oben rumschwirrt?)
Egal, zurück zum Thema…
Avatar…. Der Film beginnt und schon nach kurzer Zeit stellt man fest, dass die Hauptdarsteller so blau gefärbt sind, wie wir uns manchmal Samstagsnachts fühlen.
Natürlich, wie soll es auch anders sein, gibt es auch einen menschlichen Charakter bei dem auch wieder das persönliche Schicksal eine sehr bedeutende Rolle spielt.
Und in diesen scheinen sich wohl zur Zeit so manche der Zuschauer hineinzuversetzen.
Nein, nicht weil sie gerne wieder laufen wollen, sondern um dort, auf “Pandora” leben zu wollen.
Wie man den heutigen Medienberichten entnehmen konnte gibt es die ein oder anderen Fans bzw Freaks, die allen ernstes davon berichten, sie wollen sich ins künstliche Koma legen lassen, oder sogar Selbstmord begehen um auch auf “Pandora” leben zu können.
Dies erinnert mich doch dann sofort irgendwie an World of Warcraft. Auch dort verzeichnete man schon massenhafte Kommentare, in denen die Spieler gerne schwer bewaffnet als Elfe durch die Gegend fliegen wollten. (Wie man aber mit 150 Kilo Lebendgewicht schweben will frag ich mich heute noch!) Kündigungen beim Arbeitgeber waren zu dieser Zeit noch das geringste Übel….
Doch soll uns der Film “Avatar” wirklich dazu bringen, dass wir aus dieser realen Welt fliehen wollen? In eine Welt voller blauer Wichtel, bewaffnet mit Pfeil und Bogen?
Oder sollte man ihn vielleicht eher als eine Art versteckte Warnung ansehen?
So habe ich ihn jedenfalls gesehen.
Das typische Verhalten der weltlichen MENSCH-Bevölkerung… “Ey, das wollen wir nun haben, pack die Wumme aus!”
Oder aber auch ein versteckter Hinweis darauf, vielleicht doch nicht jede MC Donalds Tüte aus dem Fenster zu werfen, auf dem Weg zum nächsten World of Warcraft Treffen.
Und zu guter letzt….Den Computer als Hilfsmittel sehen und nicht an der USB-Schnittstelle für das menschliche Gehirn arbeiten…
ein super kommentar. liest sich echt gut und hat viel Wahres in sich
Avatar – dümmlicher „Pocahontas“ für 3-D Fetischisten
http://freidemzen.wordpress.com/2010/01/15/avatar-%E2%80%93-seichter-%E2%80%9Epocahontas%E2%80%9C-fur-3-d-fetischisten/
Avatar ist ein pervertierter Superlativ. „Das Teuerste“, „das Größte“, „das Neuste“ Schmierentheater! Denn wo offenbar mit der visuellen Ästhetik geprotzt wurde, hat man am Drehbuch/Inhalt mächtig gespart. Seicht-dröge Action- Liebesgeschichte im Alien-Gewand, zwischen Pocahontas und banal.
Da fragt man sich nur, warum müssen moderne Blockbuster eigentlich immer so unsäglich dümmlich sein. In Zukunft – schlage ich vor – die Dialoge zu behalten und beim nächsten Filmvorhaben, marginal verändert, wieder zu verwenden. Wahlweise in ein amerikanisches Romeo-und-Julia-Ghetto gepackt oder in ein Historienepos versetzt. Da spart man sich das lästige „Rumgeschreibe“ und kann gleich mit dem Animieren beginnen. Da kann groß „VOM MACHER VON TITANIC“ und „MIT DER GESCHICHTE UND DEN DIALOGEN AUS AVATAR“ geworben werden.